Die Peitsche und der Krieg

Steiermark Kultur | Franz Niegelhell | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

KUNST Die Grazer Neue Galerie zeigt in einer Ausstellung Versuche, politische und künstlerische Revolte zu vereinigen.

Ganz simpel "Art and Politics. Erró, Fahlström, Köpcke, Lebel" betitelt sich die derzeitige Ausstellung in der Neuen Galerie, die dem kulturellen Aktivismus der Sechzigerjahre und den Versuchen gewidmet ist, Auswege aus der Abstraktion zu finden. Zu den treibenden Kräften gehörten dabei die Künstler Erró, Öyvind Fahlström, Arthur Köpcke und Jean-Jaques Lebel, deren Werk die Schau in der Neuen Galerie behandelt. Weniger simpel ist allerdings die lustvoll überbordende Fülle an Arbeiten, die hier präsentiert werden.

Die Sechziger waren nicht nur geprägt durch den Unabhängigkeitskrieg Algeriens, den Mauerbau in Berlin, den Einsatz von US-Soldaten in Vietnam, die Kuba-Krise oder den Sturz des russischen Premiers Nikita Chruschtschow. Diese politischen Ereignisse waren auch Gründe für Künstler, politische Manifeste zu schreiben und dem künstlerischen Diktum


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