"Eh ein bisserl peinlich"

Gregor Schenker | Steiermark Kultur | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

THEATER Das ewige Bühnen-Enfant-terrible Karl Welunschek, nach Jahren in Wien nun in Graz gelandet, sprach mit dem "Falter" über Beiräte, "Neger" und das Älterwerden.

Nestbeschmutzer, Genie, Raufbold, Bankrotteur sind nur einige der Attribute, die Karl Welunschek schon zugeschrieben wurden. Anfang der Achtziger noch als "österreichischer Fassbinder" gefeiert, gründete er mit einigen späteren Theaterstars wie Toni Böhm oder Karl Markovics 1987 das "Wiener Ensemble" und reüssierte vor allem mit derben und scharfen Nestroy-Inszenierungen. Während der Neunziger in Deutschland verschollen, tauchte er 1999 wieder in Wien auf und scheiterte in der Folge mit "trashigem Volkstheater" finanziell und an der eigenen Kompromisslosigkeit als Intendant am Erdberger Rabenhof. In der Wiener Theaterlandschaft fühlte er sich zunehmend isoliert, und so ist er als Beauftragter für "Living Museum", eine Art emotionaler Raumerfahrung, im Grazer Stadtmuseum gelandet. Dort soll er vor allem im Januar

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