"Grüß Gott, Fahrscheinkontrolle"

Steiermark Stadtleben | Petra Sieder | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

VERKEHR Den Schwarzfahrern in Bus und Bim auf den Fersen: vom täglichen Leben der Grazer Kontrollore mit Lügen, Gewissenskonflikten, Tränen und faulen Ausreden.

Heute fahren wir K17", weist Alexander B. das Team kryptisch an. Seine beiden Kollegen nicken wissend. K17 - das ist das Codewort für eine bestimmte Verkehrsroute quer durch das Grazer Stadtgebiet. Für Kontrollore wohlgemerkt. Diesmal sind sie zu dritt unterwegs. Zwei Männer und eine Frau durchforsten acht Stunden lang Bus-und Straßenbahnlinien nach Schwarzfahrern. Die Zeiten, in denen man Kontrollore an ihren einheitsgrauen Mänteln sowie ihren grauen oder schwarzen Schirmmützen erkannt hat, sind endgültig vorbei. Das Äußere der drei wirkt gepflegt; modisch unauffällig fügen sie sich in die Reihen der Fahrgäste ein.

"Gemma", treibt Alexander B. seine Kollegen an. Wir besteigen die Straßenbahnlinie 1 am Jakominiplatz. "Die Fahrgäste, die jetzt einsteigen, haben bis zur nächsten Station die Möglichkeit, eine Karte


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