Prinzip Überlebenshilfe

Alfred Springer | Vorwort | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

KOMMENTAR Es gäbe viele Möglichkeiten, die Zahl der Drogentoten zu verringern - wenn die Politik sie aufgreifen würde.

Jedes Jahr verstirbt in Österreich eine bestimmte Anzahl von Personen an den Folgen der Einnahme psychoaktiver Substanzen, und ebenso regelmäßig löst die Veröffentlichung der entsprechenden Statistik Unruhe aus. So auch vergangene Woche: Der eben publizierte Bericht weist für das Jahr 2004 mehr Todesfälle auf als für das Jahr zuvor, nämlich 224 gegenüber 189. Auch wenn die Todesrate vor zehn Jahren höher lag: Zahlen wie diese werden gerne dazu benutzt, um Kritik an der Drogenpolitik zu äußern, wobei in der Regel sowohl eine Verschärfung der Kontrolle als auch ein Ausbau von Behandlung und Prävention gefordert wird. Doch aus der Todesfallstatistik sollte nicht politisches Kleingeld geschlagen werden. Vom Problem der "Drogentoten" kann man nämlich nicht auf die allgemeine Entwicklung des Drogenproblems schließen. Zu vielfältig sind die Ursachen der tödlichen

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