Im Namen des Führers

Politik | Saskia Jungnikl Und Nicola Löwenstein | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

GEDANKENGUT Am 20. April jährt sich der Geburtstag Adolf Hitlers zum 117. Mal. Wer trägt heute noch seinen befleckten Vornamen, und wie lebt es sich damit?

Seinen vollen Namen benutzt er nur, wenn seine "Kreditkarte darauf besteht. Die akzeptiert nämlich keinen Adi." Adolf Hirschal zählt zu den 13.046 Menschen in Österreich, die mit dem vielleicht peinlichsten Namen des deutschen Sprachraums leben müssen. Der Sänger und Schauspieler ist froh, dass die "Mundfaulheit seiner Mitmenschen" ihn immerhin aus der "Adolf-Verlegenheit" gerettet hat. Ursprünglich hieß der Künstler "Dolfie" - ein Rufname, der für Hirschal aber auch "keine lebenswerte Alternative darstellte", dankbar nahm er "Adi" als Künstler-und Spitznamen an.

"Warum man mich Adolf getauft hat, beschäftigt mich mein ganzes Leben lang", erzählt Hirschal. Die Erklärung seiner Eltern war dem Künstler nie so ganz geheuer: "Die wunderbare Begründung war immer, dass der Opa auch schon Adolf hieß. Welch glückliche Fügung!


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