PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Kirchliche Festtage machen sich in der Krone nicht nur bemerkbar, weil - wie am Karfreitag - die Nackte und die Pornoinserate aus dem Blatt verschwinden. In der Karwoche verleitete der religiöse Überschwang auch so manchen Leser dazu, wütend gegen das leibhaftig Böse anzuschreiben. "Das sicherste Zeichen über den Verfall einer Kunst ist, wenn der Mensch zwischen Teufel und Gott nicht mehr unterscheiden kann", ereiferte sich ein Dr. Habacher über eine Kunstaktion in Salzburg, bei der sich die "Teufelin" Dorota Nieznalska nackt kreuzigen ließ. "Es wäre zu prüfen, ob nicht eine Abartigkeit der Künstlerin auf höherem Grad beruht." Der allmächtige Hans Dichand ließ die Beschimpfungen wieder einmal durchgehen - vielleicht auch deshalb, weil er anderwertig mit Redigieren beschäftigt war. Filius Michael macht schließlich gerade journalistische Gehversuche im Politikteil. Ganz der Papa, forderte er unlängst eine Bawag-"Volksaktie", denn wer könnte die Bank besser kontrollieren als die kleinen Sparer? Angesichts der Schuldenberge, die Privathaushalte angehäuft haben: so ziemlich jeder.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige