Kommentar

Donaufestival: Warum nicht in Wien?

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Ab 20. April findet wieder das niederösterreichische Donaufestival statt (siehe Artikel auf Seite 63). Als kultureller Gemischtwarenladen für die ganze Familie betrieben, war dieses großzügig dotierte Spektakel lange Zeit arm an Identität; letztes Jahr wurde Tomas Zierhofer-Kin daher mit einer inhaltlichen Neupositionierung beauftragt. Zierhofer-Kin, der zuvor unter anderem für die Salzburger Festspiele und die Wiener Festwochen tätig war, hat die Welt des Pop als zeitgemäßen Träger kultureller Avantgarde ausgemacht und ein Programm vorgelegt, das unterschiedlichsten popkulturellen Randströmungen ebenso Platz bot wie Diskursveranstaltungen und spannenden Theaterperformancegruppen.

Die lokale Bevölkerung selbst war beim Pilotversuch nur bedingt zum Festivalbesuch zu bewegen - was der Bauer nicht kennt, das frisst er bekanntlich nicht -, die Auslastung war aber Dank eines erheblichen Kulturpendleraufkommens dennoch passabel; auch die Pressereaktionen fielen positiv bis euphorisch


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