Weltmusikwunder Wien

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

MUSIK Dass die Klassik, der Jazz und die Elektronik in Wien zu Hause sind, weiß man. In den letzten Jahren ist die Stadt - dank Musikern wie Fatima Spar, Krzysztof Dobrek oder Martin Lubenov - aber auch mehr oder weniger unbemerkt zu einem Zentrum für innovative Weltmusik vor allem aus Südosteuropa geworden.

Wien ist eine super Stadt für Tschuschen", sagt Martin Lubenov. Der Mann hat leicht loben. Seit 2001 lebt der Akkordeonist in Wien und hat innerhalb weniger Jahre groß Karriere gemacht: Der dreißigjährige Spross einer Roma-Musikerdynastie aus Sofia musste zwar zunächst auf Hochzeiten in Gürtellokalen sein Geld verdienen. Mittlerweile hat er aber mehrere erfolgreiche Bandprojekte unter eigenem Namen laufen und von seinen drei Platten europaweit rund 25.000 Stück verkauft. Zu guter Letzt hat er mit seiner aktuellen Formation Jazzta Prassta, die Jazz mit bulgarischen und Roma-Einflüssen verbindet, nun auch noch den österreichischen Weltmusikpreis gewonnen.

Auch die Sängerin


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