PERFORMANCE

Los Wochos in Krems

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Mit Essen spielt man nicht. Im Theater aber ist auch diese Regel nur dazu da, um gebrochen zu werden: Beim Donaufestival in Krems zeigt die Gruppe La Carnicería Teatro (Das Schlachthaustheater) aus Madrid ihre Performance "La historia de Ronald el payaso de McDonals" ("Die Geschichte von Ronald, dem Clown von McDonals"), und nach der knapp zwei Stunden langen Aufführung sieht die Bühne wie ein Saustall aus. Die drei Schauspieler, die sich anfangs vorsorglich bis auf die Unterhose ausgezogen haben, waten am Ende durch einen Gatsch aus Milch, Coca-Cola, Obst, Nudeln, Innereien und anderen Lebensmitteln, die sich im Verlauf des Abends über die Bühne ergossen haben.

Die szenische Essensschlacht ist eine wütende Polemik gegen Konsumwahn und US-Imperialismus unter besonderer Berücksichtigung des Fastfoodkonzerns McDonald's (im Titel des Stücks wird der Name aus rechtlichen Gründen falsch geschrieben). Wenn die Schauspieler einander nicht gerade Cola-Klistiere verpassen oder sich Markenlogos


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