Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Sex

Letzte Runde (9) Ab und zu wollten Leserinnen und Leser in den letzten Jahren wissen, wie viel aus meinem richtigen Leben in der Sexkolumne steckt. Eine knifflige, indiskrete Frage, die ich nur ausweichend beantworten kann, zum Beispiel so: "Mehr, als Sie glauben, und weniger, als mir lieb ist!" Wenn ich gut aufgelegt bin, sage ich, hintergründig wie der Kreter, "alle Sexkolumnisten lügen", und manchmal greife ich auch auf bewährte Autorenphrasen zurück: "Eine Sexkolumne besteht zu neunzig Prozent aus Transpiration und zu fünf Prozent aus Inspiration. Der Rest ist Erektion." W. K.

Fussball

Ohne Worte Vorige Woche wurde der Admira-Legionär Nenad Bjelica ausgeschlossen. Der kroatische Spielmacher hatte wegen eines Fouls die gelbe Karte gesehen und dann den Schiedsrichter kritisiert. Bemerkenswert daran ist, dass diesmal aus irgendwelchen Gründen ruchbar wurde, was der Spieler gesagt hat; laut Kurier handelte es sich um den schönen Satz "Du pfeifst scheiße". Schade, dass man beim Fußball so selten hört, was die Kicker und die Trainer (und der Schiri!) während des Spiels so sagen. Das wäre vermutlich viel interessanter als die meist so faden Interviews nach Spielschluss. W. K.

Mädchenzimmer

Große Irrtümer (4) Wenn wir schon dabei sind: Mädchen mögen auch keine wichtigen Buben. Es gibt kaum Nervigeres als ein Rudel Typen, die lautstark zeigen wollen, wie witzig, lässig, schlau und männlich sie sind - wenn sie also alle quasi ihr Spatzi auf den Tisch legen. Frauen würden sich nie so aufführen, selbst wenn sie die anatomischen Voraussetzungen dafür hätten. Dieses penetrante Gehabe ist nichts als ein Zeichen von Schwäche und einem Ego, das viel Kompensation nötig hat. Interessante Jungs brauchen das nicht, die betreten den Raum und sind einfach da, ohne Blabla und Schnidelrausholen. Ein leider seltener, scharfer Typ Mann. J. O.


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