RADVERKEHR

Individualduelle

Stadtleben | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Seit Anfang April bin ich wieder Radfahrer. Erste Erkenntnis: Klingeln hilft heuer nichts, Schreien aber schon. Und wenn ein Rad ein Körbchen hat, muss man aufpassen, wer draufsitzt. Als Fußgänger regst du dich über Radler am Gehsteig auf (weil sie auf die Straße gehören!), als Autofahrer nerven dich Radler (weil sie dich rechts überholen, wenn du in der Kolonne stehst; weil sie in zugeparkten, engen Gassen vor dir hertrödeln und du nicht an ihnen vorbeikannst). Als Radfahrer nerven dich Fußgänger, Autofahrer, Busfahrer - und alle anderen Radfahrer sowieso. Weil Individualverkehr ist nun mal sehr, hm, individuell. Und Regeln sind dazu da, dass sie beachtet werden. Rote Ampeln zum Beispiel. Doch, doch: Auch wenn Sie's jetzt nicht glauben, rote Ampeln sind meistens ganz sinnvoll. Womöglich sogar spätnachts auf leeren Kreuzungen. Genauso wie das gute alte Rechts-vor-links-Ding, Einbahnstraßen oder Radwege. Auch wenn diese nicht immer gleich als solche zu erkennen sind. Apropos:


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