VORWORT

Wenn Bürger betteln

Thomas Wolkinger | Steiermark Vorwort | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Von seinem Büro in der Jungferngasse lässt Gerald Grosz den Blick streng über die Straßen der Stadt unter sich schweifen. Von dort kann der steirische BZÖ-Obmann beobachten, was die Menschen in Graz bewegt. Und dort, an seinem kargen Schreibtisch, verfasst er auch seine Presseaussendungen, Tag für Tag, um die grässlichen Zustände in der Steiermark anzuprangern. Seine Urteile, seine Forderungen sind immer die härtesten: Sind Politiker faul, fordert er Taten, gehen sie fehl, fordert er Rücktritte, wird Geld verjuxt, fordert er Klagen, werden Hühner krank, fordert er Haft. Stallpflicht für alle!

Manchmal, wenn Gerald Grosz sich von der Welt nicht recht verstanden fühlt, ist es mit Forderungen nicht getan. Wie damals, als er den Grazer Bettlerskandal aufgedeckt haben will. Grosz hatte gemutmaßt, dass im Morgengrauen (wir vermuten als Brötchenzusteller) getarnte Kleinbusse am Rande der Grazer City hielten. Doch aus dem Heck der Busse quollen: Bettler statt Brötchen! Dutzende!

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