HANNS KOREN BEDENKJAHR

Für 21 Projekte von Künstlern, Initiativen und Institutionen stellt das Land Steiermark ein Gesamtbudget von 300.000 Euro bereit, um des "wichtigsten Kulturpolitikers der Zweiten Republik" (Bruno Kreisky) zu gedenken. "Rückblickende Würdigung der Person Hanns Koren sowie die Thematisierung der Gegenwart und Zukunft der Kultur in der Steiermark" sollen unter einen Hut gebracht werden, sagt Heimo Steps, umtriebiger Kulturpromoter im Landesdienst und neben Koren-Sohn Johannes Koordinator des "Hanns Koren Bedenkjahr 2006". So hofft man, dem "Glücksfall der steirischen Kulturpolitik" gerecht zu werden. Der aus dem Sport entlehnte Titel "auszeit" soll dabei eine "Unterbrechung" des Spiels und Zeit für die Analyse gewähren.

Steiermark Kultur | Ein "Glücksfall" in allen Facetten | aus FALTER 16/06 vom 19.04.2006

Im Rahmen des Projektreigens versuchen gleich zwei Filme, sich der Person Hanns Koren zu nähern: Hanns Korens Sohn Ishwara Erhard Koren geht in "Erste Begegnungen mit Freunden" die Wege, die er als Kind mit seinem Vater gegangen ist, nach und erzählt "von den ersten Begegnungen und den letzten Erinnerungen der Freunde Hanns Korens". In Willi Hengstlers Filmkomödie "Hanns über Gott und die Welt" erfinden die zwei alten Freunde Erhard Koren und Helmut Bohatsch "die Welt und die Kulturpolitik fortwährend neu". Hanns Koren soll so im Streitgespräch im Kaffeehaus wieder lebendig werden.

Ebenfalls in die Vergangenheit blicken zwei Ausstellungen: Das Volkskundemuseum Graz würdigt in der Sonderausstellung "schön und gut" Hanns Koren als Wissenschaftler. Sein Gesamtwerk wird aus der Perspektive der volkskundlichen Fachgeschichte in einen biografischen Kontext gestellt (November 2006 bis Februar 2007). Und die Schau "Peter Gerwin Hoffmann. Personale steirischer herbst 2006" präsentiert das


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