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Vorwort | Willi Resetarits | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

KOMMENTAR In Österreich werden Schutzbedürftige wie Kriminelle behandelt.

Das Fremdenrechtspaket, das im Parlament mit den Stimmen von ÖVP, BZÖ, FPÖ und SPÖ beschlossen wurde, zeigt schon nach wenigen Monaten schockierende Auswirkungen. Menschen, die nach Österreich kommen, um Schutz zu suchen, werden wie Kriminelle behandelt, finden sich in einer Zelle wieder. So ist die Zahl der Schubhäftlinge im heurigen Jahr stark angestiegen. Durch die neuen Gesetze kann die Schubhaft auch über jene verhängt werden, für die ein anderer EU-Staat im Asylverfahren zuständig ist. Dadurch landen sogar Minderjährige, Schwangere und traumatisierte Menschen vermehrt in Schubhaft. Familien werden dabei absichtlich getrennt. Zumeist handelt es sich um Menschen, die selbst traumatische Erlebnisse hinter sich haben. Schutzbedürftigen Menschen wird so erneut Leid zugefügt. Dies ist einfach ungeheuerlich und zutiefst unmenschlich.

Anstatt Asylwerbern Schutz, mehrsprachige, professionelle Betreuung und


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