Blut unterm Auge

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

POLIZEI Dem Schubhäftling Bakary J. werden auch zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Polizeiübergiff medizinische Untersuchungen verweigert.

Den Drogendealer meinen Sie?", heißt es im Büro von Innenministerin Liese Prokop (ÖVP) auf die Frage nach dem von Polizisten mutmaßlich brutal zusammengeschlagenen Bakary J., dazu könne die Ministerin nichts sagen, erklärt ihr Sprecher, "das ist Angelegenheit der Justiz." In der Zwischenzeit sitzt der Afrikaner, der vier Polizeibeamte beschuldigt, ihn in einer verlassenen Lagerhalle gefoltert und mit dem Tod bedroht zu haben, mit Kopfschmerzen, "als würde einem ein tonnenschweres Gewicht auf den Schädel gedrückt", und Augenproblemen in der Schubhaft. "Mein Mann macht sich furchtbare Sorgen, weil er auf dem verletzten Auge verschwommen und doppelt sieht", berichtet seine Ehefrau Michaela J.

Zum Augenarzt dürfe J., der nach einem missglückten Abschiebungsversuch wieder in Schubhaft sitzt, aber trotzdem nicht. Lediglich starke Schmerzmittel würden


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