WIENZEUG

Politik | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

Wer streicht Rassismus? Immer mehr Wiener Straßenzüge sind voll rassistischer Schmierereien. Da die Stadtverwaltung nicht bereit ist, Parolen wie "Neger raus!" von sich aus zu entfernen, suchen SOS Mitmensch und die Wiener Integrationskonferenz möglichst viele "Rassismus-Paparazzi", die rassistische und sexistische Beschmierungen mit ihrer Handy-Kamera auf eine eigens eingerichtete Homepage schicken. Durch diese Aktion soll Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) dazu bewegt werden, künftig doch gegen rassistische Graffiti vorzugehen.

Wer geht an der Leine? Tragen alle Stadthunde Beißkorb oder Leine? Das überprüft die Wiener Polizei dieser Tage im Rahmen ihrer jährlichen "Aktion scharf" in Sachen Waldis an öffentlichen Plätzen. Uneinsichtige Herrln und Frauerln müssen 21 Euro fürs leinenlose Gassigehen bezahlen, acht Euro kostet das Liegenlassen von Trümmerln. Bis Ende April läuft außerdem noch die Anti-Hundekot-Petition, über 130.000 Unterschriften haben die besorgten Eltern aus der Brigittenau inzwischen gesammelt. Die in der Petition geforderte Infokampagne der Stadt Wien zum Thema Hundehaufen auf Gehsteigen und Spielplätzen soll noch dieses Jahr starten, der Job wurde öffentlich ausgeschrieben.

Wem gehört das Wissen? Raubkopien, Urheberrechtsschutz, Internet: Mit Fragen der Informationsethik wie etwa der Kommerzialisierung von Wissen und Information befasst sich Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaften an der Universität Konstanz. Am Institut für die Wissenschaft vom Menschen hält er nun zu diesem Themenkomplex einen Vortrag.

Dienstag, 9. Mai, 18 Uhr, Bibliothek des Instituts für die Wissenschaft vom Menschen, 9., Spittelauer Lände 3.


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