Wovon man leben kann

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

LITERATUR Wenn am Buchmarkt von fetten Vorschüssen oder fabulösen Verkaufszahlen die Rede ist, hat das mit dem literarischen Alltag meist herzlich wenig zu tun. Wovon leben Schriftsteller wirklich?

Der österreichischen Literatur geht es prächtig. Zu diesem Schluss muss jedenfalls gelangen, wer die medial gut betreuten "Spitzenleistungen" der letzten Zeit betrachtet. Im Herbst 2005 gewinnt Arno Geiger mit seinem Roman "Es geht uns gut" den erstmals vergebenen Deutschen Buchpreis. Daniel Kehlmanns ebenfalls für den Preis nominierter Roman "Die Vermessung der Welt" hat zwar im Finish das Nachsehen, verkauft sich dafür aber in Stückzahlen, die bislang Schriftstellern wie Patrick Süskind ("Das Parfum") oder Robert Schneider ("Schlafes Bruder") vorbehalten waren. Mit über 400.000 Exemplaren avanciert er zum Bestseller der Saison.

"Ich denke, dass die deutschen Jurys jetzt genug haben von den ausgezeichneten Österreichern - das muss ihnen ja schon bis hierher stehen", meint der Wiener


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