Lebende Tote

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

THEATER Der Puppentheatermeister Neville Tranter ist wieder in der Stadt: Im Schauspielhaus zeigt er das B-Movie-Märchen "Vampyr".

Kein Wunder, dass der gute Torvald ein bisschen durch den Wind ist. In dieser Nacht geht aber auch wirklich alles schief: die Tochter krank, das Auto kaputt, der Hund verschwunden. Gut, dass es in dieser gottverlassenen Gegend wenigstens einen Campingplatz gibt! Der weltfremde Torvald und seine waidwunde 17-jährige Tochter Inger sind die ersten Gäste, die dieser Campingplatz in den vergangenen zwölf Jahren gesehen hat. Abgesehen von den paar Untoten natürlich, die hier seit Jahrhunderten herumspuken.

"Vampyr", das neue Stück von Neville Tranter, ist ein Märchen in B-Movie-Gestalt. Nachdem der australische Puppentheaterspieler vor drei Jahren in "Schicklgruber" seine Version der letzten Tage im Führerbunker erzählt hatte, wollte er etwas ganz anderes machen. Die Lektüre einer Andersen-Biografie brachte ihn auf die Idee, erstmals ein Märchen zu erzählen.


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