Spiele leben

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

FILM Die Provinzposse "Kotsch" schaut vier Fohnsdorfer Slackern beim Biertrinken zu und bringt das Spiel in den heimischen Spielfilm zurück.

Vielleicht hilft dem avancierten österreichischen Kinospielfilm wirklich nur noch die erhabene Wurschtigkeit des Slackers aus seiner Umklammerung durch Schicksalshörigkeit, Entfremdungsängste und Milieutristesse: ein dezidiert nutzloses Herumhängen und Zeittotschlagen, das sich hartnäckig der Determinierung durch äußere Umstände widersetzt.

"Kotsch", zum Beispiel, kann alles und muss gar nichts heißen, und ähnlich lose sehen die Schöpfer dieses Wortes auch ihre sonstigen Verpflichtungen: Alf (Christoph Theußl), Boris (Andreas Kiendl), Chris (Michael Ostrowski) und Dalli (Michael Fuith) sind Ende zwanzig und sitzen noch immer jeden Abend im Stammbeisl aus der gemeinsamen Schulzeit herum, trinken Bier und vertreiben sich mit Denksport und durcheinander stolpernden Wortschwällen die Zeit. Was die vier im obersteirischen Fohnsdorf hält - einst


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