Nur geträumt

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

FILM In Marc Forsters Psychothriller "Stay" werden die Hosen von Ewan McGregor kürzer, und niemand weiß warum.

Angesichts der zahlreichen historischen Beispiele zum Thema Psychoanalyse im Film, die zurzeit etwa in der Schau "Psyche im Kino" des Filmarchivs zu sehen sind, hat es ein Neustart wie der von Marc Forsters "Stay" natürlich doppelt schwer: Schwer drückt das Gewicht dieser frucht-und oft auch furchtbaren Beziehung nicht nur auf das Genre des sogenannten - nomen est omen - Psychothrillers, sondern in Form von Laufmetern von wissenschaftlicher Filmliteratur auch auf die Regale der Filmhistoriker.

Im Zentrum steht dabei meist das Verhältnis zwischen dem filmisch Realen und dem Irrealen; es geht darum, dass der Erzählung, die einem auf der Leinwand als Wirklichkeit verkauft wird, etwas entgegensteht, das just an dieser vorgetäuschten Realität berechtigte Zweifel aufkommen lässt. Man stelle sich etwa einen New Yorker Psychiater (Ewan McGregor) vor, dem sein Patient (Ryan Gosling),


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