Experimente und Bullshit

Robert Rotifer | Kultur | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

LONDON SOUNDFILES Warum Ex-Blur-Gitarrist Graham Coxon und die erst unlängst von Brooklyn nach Berlin übersiedelten Liars mehr gemeinsam haben könnten, als sie glauben.

Ein 36-jähriger Mann mit Hornbrillen sitzt in seinem Londoner Stammcafé vor einem großen Caffè Latte. Seine in ein haariges grünes Tweedsakko gehüllten, vorgebeugten Schultern hängen tief über der Tischplatte, und über sein Gesicht breitet sich das charakteristische, verschwörerische Grinsen knapp vor der Preisgabe eines peinlichen Geheimnisses: "Die Sache ist die: Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann", flüstert Graham Coxon. "Ich kann nicht endlos die Musik aus den späten Siebzigern machen, die ich mag."

Mit seinem neuesten Album "Love Travels at Illegal Speeds" habe er endgültig alles gesagt, was ihm zu diesem Format einfalle - fundamentalistische Punksongs wie "I Can't Look at Your Skin", das von Jeff Buckley's Dolphins inspirierte "Flights to the Sea" oder das von seiner Verehrung für Love und

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