BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

Generationen von Popjournalisten haben mit dem irgendwie coolen Terminus "Wall of Sound" ihr Einkommen bestritten, der österreichische Humorzeichner Nicolas Mahler lässt die Klangwand nun in einer seiner Zeichnungen ganz buchstäblich Realität werden. Im minimalistischen Kosmos Mahlers tendieren unter anderem Nase, Dutt und Arme zur Röhrenform, und aus Instrumenten quillt eine seltsame schwarze Substanz, die irgendwo zwischen Baumstamm und Wurst angesiedelt zu sein scheint. Noch bis 6. Juni läuft die Mahler-Ausstellung "Mystery Music - Mysterien gezeichneter Musik" im Kabinett für Wort und Bild (Quartier 21, MQ), wo man sich das kleine Heftchen mit den geheimnisvollen musikalischen Vorgängen auch für drei Euro aus einem Automaten ziehen kann.

Mahler: Mystery Music. Paris 2006 (L'Association). 22 S., E 3,- / K. N.


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