NEUE SCHNELLSTRASSE

Schnell, schnell!

Stadtleben | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

Dass ein Bauprojekt schneller als geplant fertig ist, kommt nicht gerade oft vor. Am schönen neuen Bahnhof am Praterstern werkt man jedenfalls noch bis 2008. Das neue Stück Schnellstraße zwischen Vösendorf und Schwechat kann man hingegen schon ab Freitag befahren, ganze acht Monate früher als angenommen. Dass die Straßenbauer so flink gearbeitet haben, hängt laut Projektleiter Gerald Stöckl mit der Ausschreibungspolitik zusammen: "Wer schneller fertig ist, bekommt Bonuspunkte. Und das haben eigentlich alle beauftragten Firmen genutzt." Finanziert wird die Wiener Außenring-Schnellstraße (S 1) mittels Erlösen aus Maut, Vignette und Lkw-Roadpricing, das Stück Straße verbindet Süd-mit Ostautobahn, zehn Kilometer Weg erspart man sich dadurch. "Von Vösendorf ist man in 15 Minuten am Flughafen", erklärt Experte Stöckl. Vorausgesetzt, es gibt keinen Stau. Die S 1, auf der man nicht schneller als hundert Stundenkilometer fahren darf, soll die umliegenden Dörfer und die Südosttangente verkehrsmäßig entlasten. Viereinhalb Jahre hat man an den 16 Kilometern gebaut. Komplett ist der Wiener Außenring damit aber noch lange nicht. Schließlich soll er einmal die Orte südlich von Wien mit jenen im Norden schnellstraßenmäßig verbinden, quer durch das Erholungsgebiet Lobau führt die S 1 (siehe Grafik), wogegen sich Umweltschützer bereits wehren. "Die gesamte Strecke wird nicht vor 2014 fertig", sagt Experte Stöckl. Aber vielleicht ist man ja auch diesmal schneller.


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