TIER DER WOCHE

Strahlemänner

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

"Radioaktivität, für dich und mich im All entsteht"

Kraftwerk, 1975

Schöne, strahlende Zeiten waren das damals in den Siebzigerjahren! Atomkraft galt noch als "saubere Energie", und Techniker ereiferten sich nachzuweisen, dass mehr Menschen beim Reinigen von Solarenergiedächern sterben werden, als durch den Betrieb von Atomkraftwerken. Die von der Erdölkrise geschockten Österreicher freuten sich auf Energie fett und begeiferten die ersten "Alternaiven", die sich den Segnungen der Ingenieurskunst so dumb widersetzten. Die Elektropopvorreiter der Gruppe Kraftwerk zirpten ihren Song "Radioaktivität" in den Äther und mussten sich von Palästinensertuchträgern erste Kritik für dieses Pro-Atomkraft-Statement gefallen lassen. Ein Jahrzehnt danach, 1986, explodierte der Reaktor des Atomkraftwerks in Tschernobyl, und langsam machte sich der Verdacht breit, dass Atomkraft vielleicht doch nicht die suprigste Antwort zur Deckung des Energiebedarfs darstellt. Aber wie war die Frage? Man diskutierte


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