Tricksen am Abgrund

Steiermark Politik | Judith Bernhard | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

FUSSBALL Zitterpartie von Sturm und GAK um Lizenzvergabe und Landesgelder. Die Politik zaudert, die großen Vereine beschwichtigen, die kleinen Klubs ärgern sich.

Es hätte ein großes Jahr werden können für den Traditionsklub. 1926 gegründet, hätte der SC Hertha Graz heuer sein 80-Jahre-Bestandsjubiläum gefeiert. Hätte - denn im Sommer vergangenen Jahres wurde der Spielbetrieb beim drittältesten Grazer Fußballverein (zuletzt Stammgast in den Kellerligen des steirischen Fußballverbands) vorübergehend eingestellt. Kein Sportplatz, kein Trainer, keine Spieler und vor allem kein Geld. "Vermutlich werden wir den Verein zudrehen", malt Gottfried Stoiser, letzter verbliebener Hertha-Funktionär, ein dunkelschwarzes Zukunftsszenario.

Zeitgleich, ein paar Spielklassen weiter oben: Die beiden Grazer Bundesligavereine Sturm und GAK können sich über üppige Förderungen der öffentlichen Hand freuen. Das sei "schon ein bisserl frustrierend", wenn man "um jeden Cent kämpft und jahrelang


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