STADT LAND

Steiermark Politik | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

BUDGET Die Verhandler von SPÖ und ÖVP einigten sich am Montag auf das Landesbudget. Dazu mussten "alle Ressorts Federn lassen", sagte Finanzlandesrat Christian Buchmann (ÖVP). 2006 soll die Verschuldung des Landes bei 160 Millionen Euro liegen - das sind um hundert Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Gelungen ist das aufgrund heimlicher Reserven der Landesräte, die jetzt aufgelöst werden. Zur Finanzierung des Wachstumsbudgets wird tief ins Familiensilber gegriffen: Landeseigene Liegenschaften im Wert von 68,5 Millionen Euro sollen verkauft werden. Damit ist der Weg frei zur Unterzeichnung des Stabilitätspakts.

FAMILIENPOLITIK Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) kann es nicht lassen: Mal wettert er gegen Schwule, mal gegen Türken oder Punks. Jetzt hat er ein neues Ziel gefunden: böse Mütter, die ihre Kinder in Krippen geben. Bei einer Tagung vor 700 steirischen Lehrern meinte er, man erlebe oft, dass Mütter ihre Kinder in der Krabbelstube abgeben und dann in Kaffeehäusern säßen und rauchten. Dabei sollten sich richtige Eltern ein Vorbild am Meisterbürger nehmen: Erstens sorgte er mit der Geburt von Sohn Maxi vergangenen November aktiv für die Vermehrung der Steirer, wie er auf der Tagung stolz betonte, und zweitens stehe die Familie für ihn immer an erster Stelle.

VERANSTALTUNG Demokratie und Wirtschaft - wie geht das zusammen? Am Beispiel des spanischen Konzerns Mondragón, der mit 74.000 Beschäftigten als erfolgreichste Genossenschaft der Welt gilt, diskutieren der Grazer Ökonom Bernhard Mark-Ungericht und Landesrat Kurt Flecker (SPÖ) mit Vertretern des AMS und der Kammern. 26. April, 19.30 Uhr, Arbeiterkammer, Strauchergasse 32, 8020 Graz.


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