SPIELPLAN

Steiermark Kultur | Gregor Schenker | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

Zwei Theaterpremieren, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bescherte uns die vergangene Woche. Während mittwochs das Jungbürgertum zum TIB (Theater im Bahnhof) ins eher schmuddelige Bang strömte, um dem "Verein zur Rettung des Futurum Exactum" zu lauschen, rauschte donnerstags das Altbürgertum in den blitzblank polierten Spiegelsaal der Neuen Galerie, um der neuesten Arbeit des Grazer Regie-Doyens Heinz Hartwig beizuwohnen.

Das Bang, das Ende der Achtziger noch unter dem Namen Café Pi firmierte und auf dessen Bühne immerhin schon Größen wie Nirvana und Soul Asylum die Gitarren gewürgt haben, hat sein Erscheinungsbild inklusive staubiger Gitterkonstruktionen seit damals nicht wesentlich verändert. Es ist also quasi der Idealfall eines Ready-made-Bühnenbilds für eine Achtzigerjahre-Girl-Group, die sich pünktlich zur Midlifecrisis wieder vereinigt. So geschehen bei Sue Ellen, dem schnauzbärtigen Quartett in weißen Anzügen, das Regisseurin Monika Klengel in der neuen


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