Ende ohne Schrecken

Steiermark Stadtleben | Herwig G. Höller | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

ATOMKRAFT Zwanzig Jahre nach Tschernobyl ist die Steiermark wieder atomkraftfrei: Nach vierzig Jahren Betrieb wurde der einzige Atomreaktor des Landes für immer stillgelegt.

Die frühen Sechzigerjahre: Die Technische Universität Wien hatte soeben im zweiten Wiener Gemeindebezirk einen nuklearen Forschungsreaktor errichtet, und auch Grazer Physiker wünschten sich ihren eigenen Reaktor. Im zuständigen Ministerium gab es allerdings kein Geld für die Grazer, und sogenannte Drittmittel, etwa aus der Privatwirtschaft, durften die Universitäten nach damaligem Recht nicht lukrieren. Der einzige Ausweg war die Gründung des Vereins zur Förderung der Anwendung der Kernenergie, der mit Unterstützung von privater und öffentlicher Hand einen Siemens-Argonautreaktor in der Grazer Steyrergasse 17 errichtete.

1965 kam es zu einer ersten Kettenreaktion im sogenannten Nullleistungsreaktor, 13 Jahre lang forschte das vom Verein betriebene Reaktorinstitut auch im Sinne des ursprünglichen Vereinszwecks.


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