VOM GRILL

Zwiegespräche, so nebenbei

Steiermark Stadtleben | Mathias Grilj | aus FALTER 17/06 vom 26.04.2006

Café: - Herr Ober, bitte stellen Sie die Musik etwas leiser, man kann sich nicht unterhalten. - Aber Sie sind ganz allein am Tisch. - Haben Sie eine Ahnung!

Wohnung: - Du hörst mir nie zu! - Bitte? - Du hörst mir nie zu! - Bitte? - Ich sag's ja ständig. - Was regst du dich dann auf?

Geschichte: - Männer, warum soll ein Soldat gern für seinen Kaiser sterben? - Recht haben S', Herr Leutnant, warum soll er!

Herrengasse: - Bist du's, Karin? Was sind wir zwei schon alt geworden! - Ich kenne Sie nicht, Mathias.

Trafik: - Vielleicht noch ein Brieflos zum ruhmreichen Falter dazu? - Ach, ich hab so viel Geld, ich weiß schon nicht, wohin damit. - Ja, was soll man sich deppert belasten.

Stadtpark: - Heut ist es besonders fröhlich und sonnig und heiter, nicht wahr? - Ein Frühlingstag halt.

Psychiatrische Ordination: - Was ist denn Ihr Problem? - Das Leben, Frau Doktor, das Leben. - Fein, dass Sie Ihre Schwierigkeiten so präzise definieren können.

Tschechow, "Onkel Wanja", 3. Akt: - Ich bin hässlich. - Du hast sehr schönes Haar.

Casino: - Was kann man da mindestens gewinnen? - Einsicht. Aber das kommt in den meisten Fällen teuer.

Wirtshaus: - Ein Achtel, bitt schön! - Rot oder Weiß? - Klar. - Rot oder Weiß, hab ich gefragt. - Schnaps, hab ich ja klar gesagt.

Hier und jetzt: - Was schreiben Sie denn da so fleißig? - Das wüsste ich selber gern.


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