"Leider auch Leute aus der Umgebung"

Steiermark Politik | Heimo Halbrainer | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

ZEITGESCHICHTE Vor sechzig Jahren endete der erste Kriegsverbrecherprozess in der Steiermark. Die britischen Besatzer hatten das Verfahren gegen Beteiligte des Massakers am Präbichl als Lehrbeispiel für Prozessführung nach Jahren der nationalsozialistischen Gerichtsbarkeit konzipiert.

Montag, 29. April 1946: Hunderte Menschen warten vergeblich vor dem Gerichtsgebäude in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße in Graz auf Einlass. Im großen Schwurgerichtssaal, der bis auf den letzten Platz besetzt ist, schließt der Vorsitzende Richter Glyn Jones den Eisenerz-Prozess, der am 1. April begann, mit den Worten ab: "Dieses hier ist ein englisches Militärgericht, zusammengerufen, um nach österreichischem Recht eine Anzahl österreichischer Staatsangehöriger wegen Mordes zur Verantwortung zu ziehen. Es ist unsere Pflicht, wahrhaftig und objektiv Gerechtigkeit sprechen zu lassen. Ich sage nicht österreichische Gerechtigkeit, und ich sage nicht britische Gerechtigkeit, denn Gerechtigkeit kennt

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