VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

Waldheim bewegte den Falter vor zwanzig Jahren zum Untertitel "Zeitschrift trotz Österreich." Und natürlich bewegte ihn, wie immer, eine Blattreform. Wenn auch nur eine kleine. Die Brotschrift wurde umgestellt, eine etwas größere Type kam der reifer werdenden Leserschaft entgegen; vor allem aber zeigte sich der Inhalt erstmals deutlich auf dem Cover. Was die Leserin Brigitte Bauer gar nicht freute: "Schade, gerade das Layout der Titelseite hat mir früher immer wahnsinnig gut gefallen", schrieb sie.

Ganz anderer Meinung war da Viktor Matejka, Kommunist und legendärer erster Kulturstadtrat Wiens nach 1945: "Liebe Falterfreunde, im Falter beginnt sich was zur regen, was ich schon vor Monaten angeregt habe. Ich war total unzufrieden mit der Aufmachung der ersten Umschlagseite. Ich habe die großformatige Zeichnung in der Regel nicht kapiert. Außerdem habe ich vermisst, dass auf der ersten Seite möglichst klar und deutlich und wirksam angekündigt wird, was alles im Inneren des Falter aufs Reichlichste, aufs Abwechlunsgreichste serviert wird. Nach meiner Meinung seit jeher soll eine Zeitschrift auf der Umschlagseite möglichst klar und einprägsam präsentieren, was in der Zeitschrift passiert.

Nun scheint sich einiges zu verändern im Hinblick auf die Wirksamkeit schon vom Umschlag her. Sie schreiben selber, dass dies erst ein Anfang ist. Ich kann nur hoffen und wünschen, dass die Fortsetzung nicht auf sich warten lässt! Viktor Matejka, Wien 6" A. T.


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