Rezepte gegen die Gier

Vorwort | Matthias G. Bernold | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

SPORT Wettskandale, Dopinggesetz und Didulica-Urteil zeigen: Sportler geraten immer leichter ins Kriminal. Schuld daran sind sie selber.

Die Tormänner sind ja mehr so die Durchgeknallten der Branche. Die harmloseren unter ihnen - wie etwa Kolumbiens unvergesslicher René Higuita mit dem regenbogenfarbigen Trikot - schurln einfach nur unberechenbar übers Spielfeld. Die gefährlicheren - wie der deutsche Oliver Kahn - schaufeln auf dem Weg zum Ball Freund wie Feind erbarmungslos zur Seite. Da wird schon einmal der Gegner in den Hals gebissen, damit er sich ein bisserl schreckt. Auch Austria-Tormann Joey Didulica ist kein Vaserl nicht. Den Strafraum verteidigt er wie ein Kettenhund seinen Fressnapf. Für das Foul am zarten Rapidstürmer Axel Lawaree, dem er beim Wiener Derby im letzten Mai mit dem Knie das Nasenbein zerschmetterte, fasste er nun - nicht rechtskräftig - 60.000 Euro Geldstrafe aus.

Foul und Gerichtsentscheid zeigen zweierlei: Die Neigung des Sportlers, jeden Weg einzuschlagen,


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