WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

WAS WAR

Gesetz gegen Doping Als Folge des österreichischen Dopingskandals von Turin hat der Nationalrat letzte Woche einstimmig ein Antidopinggesetz beschlossen. Das österreichische Recht übernimmt die strengen Regelungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), damit soll Schluss mit schlampigen Verhältnissen sein. Verstößt ein Sportler gegen die Regeln, gibt es keine Bundessportfördermittel, oder die Verbände müssen das Geld zurückzahlen. Auch das Umfeld der Sportler wird genau geprüft. Diverse Dopingmethoden oder Gendoping durch Betreuer ist explizit verboten. Zudem sind die Verbände verpflichtet, ihre Mitarbeiter in Sachen Dopingprävention auszubilden.

WAS KOMMT

Selbstbehalt für Abenteuerlustige Wer in Risikogebiete reist, in die Hände von Entführern fällt und mit großem Aufwand befreit wird, muss jetzt blechen. Das sieht eine Novelle zum Konsulargebührengesetz vor. Anlass dafür war die Entführung eines österreichischen Paares im Jemen, das sämtliche Reisewarnungen ignorierte. Wenn Touristen künftig "grob schuldhaft" Opfer einer Entführung werden, kann der Staat einen Selbstbehalt der Befreiungskosten - bis zu 20.000 Euro - verlangen. Ausgenommen davon sind Leute, die sich aus familiären, beruflichen oder humanitären Gründen in Problemregionen aufhalten.

WAS FEHLT

Halbe-halbe in den Ministerien In der Ministerriege gibt es zwar bereits sechs Ressortchefinnen, trotzdem haben im österreichischen Staatsdienst die Männer auch weiterhin die Nase vorn: 60 Prozent der Angestellten in den Ministerien sind männlich, nur 40 Prozent sind Frauen. Mit einem mageren Anteil von 12,8 Prozent liegt das Verteidigungsministerium beim weiblichen Personal am letzten Platz, gefolgt vom Innenministerium mit einer Frauenquote von 18,2 Prozent. Fest in Frauenhand ist hingegen das Sozialministerium: Mehr als die Hälfte der Belegschaft von BZÖ-Ministerin Ursula Haubner ist weiblich.


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