Allah und er

Politik | Stefan Apfl Und Wolfgang Luef | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

ISLAM In Deutschland nannte man ihn einen Islamisten und scheuchte Amir Zaidan nach Österreich. Hier ist er für die Fortbildung der islamischen Religionslehrer zuständig und anerkannter Vordenker seiner Religion. Also was jetzt? Der "Falter" hat mit ihm Tee getrunken.

Für den Koran ist er Feuer und Flamme. Amir Zaidan sitzt breitbeinig auf seinem Stuhl und spricht von der Verantwortung gegenüber seinem Schöpfer. Das ist Allah. Wenn er redet, benutzt er beide Hände. Während einer Stunde angeregten Gesprächs stößt Zaidan zweimal beim Gestikulieren sein Teeglas um. Der eloquente Syrer scheint es gewohnt zu sein, Monologe zu führen, und weniger gewohnt, dabei unterbrochen zu werden. Häufig leitet er seine rhetorischen Fragen mit einem knappen "Frage" ein, um sie ausgiebig zu beantworten. "Frage: Was ist ein Islamist? Einer, der den Islam praktizieren will? Dann bin ich einer. Oder ist es jemand, der andere Menschen verachtet und eine einseitige Sicht hat? Dann sage ich, meine Arbeit


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