Einfach aussitzen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

AFFÄRE Ein staatlicher Manager soll laut Gleichbehandlungskommission eine Angestellte sexuell belästigt und diskriminiert haben - und kann trotzdem ungestört bis zur Pensionierung weiterarbeiten.

Er hätte sich beinahe still in die Pension verabschieden können. Wäre Helmut Falschlehner, Geschäftsführer der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft (Schig) nicht ein "Racheakt einer ausgeschiedenen Mitarbeiterin" - wie Falschlehner meint - in die Quere gekommen. Frau B., eine frühere Angestellte, hat ihren Chef nicht ausgehalten und sich an die Gleichbehandlungskommission im Frauenministerium gewandt. Der zuständige Senat, in dem unter anderem Mitglieder der Wirtschaftskammer, des Bundeskanzleramts, des Wirtschaftsministeriums und des Frauenministeriums sitzen, stellte im Oktober 2005 fest, dass Frau B. "aufgrund des Geschlechts bei der Festsetzung des Entgelts und bei den sonstigen Arbeitsbedingungen durch die Schig diskriminiert worden ist" sowie dass sie "durch ihren Arbeitgeber,


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