Knecht

Da liegt die Latte jetzt hoch


Doris Knecht
Politik | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

Gegen Blumfeld soll man in dieser Zeitung nichts sagen, das ist sakrosankt. Und bitte, ich kann mich schon an kollektive Konsense halten. Keiner soll sagen, dass ich nicht Teil einer Corporate Identity sein möchte. Keiner soll sagen, dass ich die Hand, die Jochen Distelmeyer mir reicht, nicht ergreifen wolle. Denn letzte Woche sagte mir einer: "Es ist traurig, dass du die Hand, die dir Jochen in seinen Liedern reicht, nicht ergreifen willst." Und das betrübte mich tief. Ja, warum kann ich Jochens Hand nicht ergreifen: Ist mein Herz verhärtet, ist meine Seele vereist, ist mein Arm gebrochen?

So höre ich nun hin, was Jesus Distelmeyer mir zuruft, denn ja, auch ich möchte von seiner Botschaft erleuchtet sein! Auch ich möchte seine Religion in die Welt tragen! Auch ich möchte Teil der Blumfeld-Sekte werden. Also ging ich in mich, weitete mein Herz, enteiste meine Seele und wurde wieder ein Kind, und als dieses Kind konnte ich endlich die Größe, die Erhabenheit des neuen Blumfeld-Albums

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