Schrebergarten mit Aussicht

Jan Tabor | Kultur | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur: über das neugestaltete Foyer des Wien Museums Karlsplatz, den MQ-Sommer und vier originelle Gartenwohnbauten.

Die Frage, welches Museum in Wien über das miserabelste Entree verfügt, das Wien Museum oder das Museum moderner Kunst, wurde mit einem Schlag entschieden: Das Wien Museum ist es nicht. Es hat jetzt ein neues, geräumiges und gut funktionierendes Foyer. Erstaunlich, mit welch geringem baulichem Eingriff eine so große architektonische Wirkung erreicht werden konnte - eine Trennwand wurde um etwa zehn Meter verschoben und ein Pfeiler um einen Meter versetzt.

Oswald Haerdtl war kein guter Architekt. Mit dem Bau des Historischen Museums der Stadt Wien am Karlsplatz war er überfordert. Das merkt man, wohin man schaut. Alles in dem kommunalen und jetzt denkmalgeschützten Prestigebau der Fünfzigerjahre ist klein geraten, bedrängt, geduckt und unpraktisch. Der unbrauchbare Innenhof wurde 1999 von Dimitri Manikas überdacht und recht passabel

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