Leid mit Freud

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 18/06 vom 03.05.2006

WOHNEN Burggasse statt Berggasse: wie es ist, wenn man in einem Haus lebt, das viele für das Wohnhaus von Sigmund Freud halten.

Klar, die Hausnummer stimmt. Bis auf einen Buchstaben ist auch die Straße richtig und zugegebenermaßen klingen amerikanisch-englisch ausgesprochen beide Adressen ziemlich gleich. Aber knapp daneben ist auch vorbei, Sigmund Freud (siehe auch Kultur-Schwerpunkt Seite 22) lebte und praktizierte nun mal im Haus Berggasse 19 und nicht in der Burggasse 19. Und wenn dann noch ein bei amerikanischen Touristen sehr beliebter Wien-Reiseführer aus dem e ein u macht und die Leute zum falschen Ort schickt, kann es passieren, dass sehr oft wer läutet und Einlass begehrt. Irgendwo hier muss doch schließlich die Psychoanalyse zu Hause sein, die Couch, und wo geht's, bitte schön, zum Freud-Museum?

Burggasse, Ecke Spittelberggasse. Ein putziges Wohnhaus, so putzig wie viele Gebäude in dieser Gegend. Der Name des Hauses "Zum Schwarzen Mohren" ist politisch so wenig korrekt


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