"Frauenfeindliche Religion"

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

ISLAM Die Frauenrechtlerin Mina Ahadi kämpft gegen Hinrichtungen nach islamischem Recht. Ein Gespräch über Mädchen, die wegen der Ehre sterben, Politiker, die wegschauen, und darüber, wie schnell man als Islamismuskritikerin im rechten Eck landet.

Wenn ein Europäer nicht kapiert, wie barbarisch eine Steinigung abläuft, erklärt Mina Ahadi es so: "Die Frau wird auf der Straße bis zum Kopf eingegraben. Einige Männer stehen im Kreis um sie herum und werfen Steine auf sie, bis der Kopf zerplatzt." Die Frauenrechtlerin Ahadi hat schon mehrere Frauen vor dem Tod nach islamischem Recht gerettet. Junge Mädchen wie Nazanin, die, um ihre Schwester zu schützen, einen Angreifer tötete, oder Frauen wie Afsane Norusi, die ihren Vergewaltiger in Notwehr umbrachte.

Die gebürtige Iranerin Ahadi kämpft seit 2001 mit dem internationalen Komitee gegen Steinigungen um das Leben muslimischer Frauen, 2004 gründete sie zudem das internationale Komitee gegen Hinrichtungen. "Unsere Arbeit ist es, diesen


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