FERNSEHEN

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

Der sympathischste Held der amerikanischen Arbeiterklasse ist zurück. Endlich, nach einem Dauerwiederholungsmarathon, zeigt Kabel 1 neue Folgen von "King of Queens" (Mo-Fr, 18.45 Uhr). Doug Heffernan, Ende dreißig, UPS-Fahrer aus Queens, hängt wieder mit seinen Prolo-Kumpels bei Football, Bier und Burgern ab. Seine fiese, aber witzige Frau Carrie, Mitte dreißig, Sekretärin Marke Vorzimmerdrachen, kämpft noch immer mit dem Leben zwischen dem quasi ehrgeizfreien Gatten und dem penetranten Dad Arthur, der im Keller haust. Arthur ist der schrägste alte Kerl, den man je in einer US-Serie sah - getrieben von kranken Ideen, einem üblen Charakter und späten sexuellen Fantasien. Und das ist auch das Erfolgsrezept der Sitcom, die seit 1998 läuft. Die Typen sind zwar etwas überzeichnet, aber trotzdem realistisch. Working-Class-Menschen mit Durchschnittssorgen - Geldnot, Arbeitslosigkeit, lästige Eltern, blöde Freunde, Kinderkriegen ja oder nein? Hier wird endlich mal das unprätentiöse Leben der New Yorker gezeigt, die in "Sex and the City" nicht mal durchs Bild laufen dürften, weil sie so unschick sind.


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