"Ich bin ein Luxustier"

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

THEATER Am 12. Mai werden die Wiener Festwochen eröffnet. Intendant Luc Bondy sprach mit dem "Falter" über Mozart und Freud, Regietheater und Antisemitismus, Liebesbriefe und SMS.

Luc Bondy, 58, ist einer der führenden Theater-und Opernregisseure Europas. Der in Zürich geborene und in Frankreich aufgewachsene Bondy wurde in den Siebzigerjahren als Wunderkind des deutschen Theaters gefeiert und war in den Achtzigern vorübergehend Mitglied der künstlerischen Leitung der Berliner Schaubühne. 1997 wurde er Schauspieldirektor der Wiener Festwochen, seit 2001 ist er Intendant des Festivals. Im Zsolnay Verlag ist im Herbst Bondys zweiter Prosaband, "Meine Dibbuks", erschienen.

Falter: Auf dem Programmbuch der Festwochen sind Mozart und Freud abgebildet. Wer von den beiden war wichtiger für die Menschheit?

Luc Bondy: Ich denke, Mozart. Er hat die Anmut auf die Welt gebracht. Jetzt kann man natürlich fragen, inwiefern Anmut die Welt bereichert. Ich glaube, sie kann Erlösung oder Trost sein.


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