Erschöpfung gilt nicht

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

MUSIK Britta aus Berlin kombinieren eingängigen Schrammelpop mit poetischen Lebensbetrachtungen und stellen ihr neues Album live in Wien vor.

Christiane Rösinger komponiert nicht nur hübsche Gitarrenpopmelodien, sie ist vor allem auch eine große Meisterin des Wortes. Das war schon so, als sie mit den Lassie Singers in den frühen Neunzigern beinahe ein Popstar war, und das ist bei ihrer aktuellen Band Britta nicht anders. Der Fokus der Mittvierzigerin hat sich aber merklich verschoben, weg von der lakonischen Beschreibung großer und kleiner zwischenmenschlicher Tragödien und hin zur freundlich formulierten Gesellschaftskritik. "Wer schon hat, dem wird gegeben, und für uns bleibt nur das schöne Leben. Ja, so läuft's, und so wird's weiter laufen, denn der Teufel scheißt auf den größten Haufen", singt die gelernte Berlinerin etwa in "Wer wird Millionär" vom neuen Britta-Album "Das schöne Leben".

Die Vorgeschichte zur Platte verleiht dem Titel einen mehr als bitteren Beigeschmack.


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