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Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

Wenn man älter wird, besinnt man sich gern seiner Wurzeln. Auch den Austropopveteranen geht es da nicht anders. Nachdem Wolfgang Ambros, 54, auf den Spuren von Hans Moser wandelte, legt sein gleichaltriger Spezl Joesi Prokopetz nun ein ähnliches Konzeptalbum vor: "Das gibt es Neues - Prokopetz gibt Conrads" (AstorMedia) ist eine als Hommage an den legendären Schauspieler und Entertainer Heinz Conrads verpackte Sammlung von Klassikern des Wiener Liedguts (Hermann Leopoldi etc.). Anders als das opulent arrangierte Ambros-Moser-Album klingt die von Alex Munkás produzierte Prokopetz-CD allerdings ziemlich trashig; dass sich auf dem Cover ein Inserat für das Vitamintonikum Leaton findet, lässt auf eine reife Zielgruppe schließen. Auch die Austropopfans werden eben nicht jünger.

Vintage Austropop bietet das neue (Konzept-)Album von Ludwig Hirsch. Es heißt "In Ewigkeit Damen" (Universal), ist ungefähr so halblustig wie sein Titel und wurde von Christian Kolonovits gewohnt streicherlastig

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