Der unbekannte Dritte

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

MUSIK Mit "Crazy" landete das amerikanische Duo Gnarls Barkley den ersten Nummer-eins-Hit aus dem Internet. Auf ihrem Album "St. Elsewhere" schlagen sie noch ganz andere Töne an.

Anfang April stand die Musikwelt wieder mal Kopf. Im Mutterland des Pop stieg da die erste Single einer bislang unbekannten Band gleich auf der Spitzenposition in die Singlecharts ein. Sogar Morrissey, den Großbritannien nach seinen Jahren in der Wüste inzwischen wieder als Nationalheiligen akzeptiert, hatte gegen Gnarls Barkleys "Crazy" das Nachsehen.

"Crazy" stellte insofern ein historisches Ereignis dar, als es die erste sogenannte Download-Nummer-eins war. Sprich: Die Verkaufszahlen, aufgrund derer das Stück die Chartspitze erreichte, bezogen sich allein auf legales Herunterladen über kostenpflichtige Internetservices wie iTunes. Immerhin 31.703 britische Netznutzer waren in den ersten paar Tagen nach Erscheinen bereit, für den tanzbaren Funksong zu bezahlen. Auf CD wurde er erst eine Woche später veröffentlicht.


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