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Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

FILM Georg Mischs "Calling Hedy Lamarr" will sich als "Mythografie" der Wiener Schauspielerin und "schönsten Frau der Welt" verstanden wissen.

Hedy Lamarr", berichtete New Yorks deutschsprachige Emigrantenzeitung Aufbau im Sommer 1947, "wurde in Los Angeles von ihrem Mann, dem Filmschauspieler John Loder, geschieden. Ihre Beschwerde: Loder sei jeden Abend nach dem Essen auf der Couch eingeschlafen. Auch wenn er mit ihr Filmtheater besucht hätte, hätte er meistens die Filme durchschlafen. Vermutlich sind es Hedy-Lamarr-Filme gewesen."

Anthony Loder, jüngster Spross dieser Verbindung, ist die wichtigste Auskunftsperson von "Calling Hedy Lamarr", einer Dokumentation von Georg Misch, die sich selbst weniger als Biografie, sondern vielmehr als "Mythografie" verstanden wissen will. Und tatsächlich ist die Karriere der aus Wien gebürtigen Leinwanddiva (1913-2000) filmhistorisch nicht annähernd so interessant wie deren mythisches Potenzial als "schönste Frau der Welt" und Miterfinderin einer


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