Kleiner Mann ganz groß

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

FILM Tom Cruise übt in "Mission: Impossible III" zum dritten Mal das Maskenspiel und hat trotzdem immer dasselbe Gesicht.

Was am Ende von Philip Seymour Hoffman übrig bleibt, ist ein Schuh. Eigentlich hat er die Prügelei gegen Tom Cruise, der ihn über alle Kontinente bis in ein Hinterzimmer in Shanghai verfolgt hat, gar nicht verloren. Doch der finale Watschentanz endet auf offener Straße, und während der Motorradfahrer Cruise gelernt hat, sich vor Autos rechtzeitig zu ducken, ist der Charakterdarsteller Hoffman ein einziges Mal zu langsam.

"Mission: Impossible III" heißt der Film, zu dem diese Szene gehört und der vor wenigen Tagen auch hierzulande gestartet ist. Weil aber in einem Showdown nur wichtig ist, wie derjenige gewinnt, von dem man ohnehin weiß, dass er gewinnen wird, ist der Abgang Hoffmans als Bösewicht ein schönes Bild dafür, wie Regisseur J.J. Abrams und Produzent Cruise prinzipiell mit ihren Nebendarstellern (und wir sprechen hier immerhin von Leuten wie Billy


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