Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 19/06 vom 10.05.2006

SEX

Sex with the Beule Da gibt's eine, die glaubt, ich mag sie nicht. Weil, sie erlebt mich nur in Schockstarre, wenn wir aufeinander treffen. Ich weiß nämlich was über die, was die nicht weiß, dass ich das wissen kann. Folgende Geschichte: Eines Nachts läuft diese Frau zusammen mit einem Kollegen recht ungeplant in mehrere Achteln Wein hinein. Später nimmt sie ihn mit nach Hause, um auszutesten, ob Harmonie beim Saufen auf sexuelle Kompatibilität schließen lässt. Musik, wahrscheinlich Prince, wurscht, Couchgelümmel. Irgendwann verschwindet sie im Bad, verheißungsvoll. Dort zieht sie sich aus und nimmt (Achtung! Warum?) ihre Kontaktlinsen heraus. Sie inszeniert ein laszives Zurück-ins-Wohnzimmer-Gegehe, panthermäßig. Um letztendlich mit voller Wucht gegen den Türstock zu knallen. Dem Typ von damals war gar nicht mehr so viel nach Schmusen angesichts des wachsenden Rieseneumels. Also auf ihrer Stirn. So. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, ringe ich um Fassung. Irgendwann gebe ich meinem Impuls nach und zeige mit dem Finger auf ihre Birne und werde endlich mein aufgestautes "WAHAHA!" los. Damit wäre auch das Sympathiemissverständnis aufgeklärt, denn die hasst mich dann bestimmt.

HEIDI LIST

Fussball

Merci, Frenkie! Es gibt eine schlechte Nachricht: Die Austria ist Meister. Der mit Magna-Millionen gemästete Klub, der seine Ikonen entweder verjagt (Prohaska) oder verklagt (Polster), hat es in dieser Saison also ausnahmsweise einmal geschafft, den an sich sowieso sicheren Titel nicht zu verspielen. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Austria ist Meister. Gut daran ist vor allem, dass die mit Red-Bull-Millionen abgefüllten Salzburger nicht Meister sind. Die Mannschaft mit dem unleidlichsten Trainer (Kurt Jara), dem unsympathischsten Spieler (Markus Schopp) und dem unfähigsten Tormann (Alex Manninger) der Liga hat's vergeigt. In diesem Sinne: Merci, Frenkie Schinkels! WOLFGANG KRALICEK


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