Der Fall Fendrich


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Diese Woche: Wir beichten einer Illustrierten und regen uns darüber fürchterlich auf.

Im Anfang war das Wort, und das Wort ist News geworden und hat unter uns gewohnt. Besser müsste es heißen: Im Anfang war das Bild, denn keiner könne mit Bildern so gut umgehen wie er, sagt Wolfgang Fellner, der Mann, der uns die Medien gründet. Bald wird er uns mit einem neuen Produkt beschenken, einer Tageszeitung. Als Wortbildmarke dieser Zeitung hat er den Titel Österreich schützen lassen. Da Fellner schon eine Weile unter uns wohnt, hat er uns bereits News hinterlassen, eine Illustrierte, die unser schönes Land ebenso prächtig zum Ausdruck bringt, als hieße sie Österreich.

Wie alle Fellner-Medien drückt News uns aus und drückt sich uns ein. Seine Wirkung besteht vor allem darin, im öffentlichen Leben politische Kriterien durch Kriterien von Prominenz zu ersetzen, einer Prominenz, die der jeweilige Magazininhaber dann verwaltet, verleiht oder entzieht. Diese Verwaltung

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