Kommentar

Theaterreform: Der Weg ist das Ziel

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

Vorige Woche verkündete Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny feierlich die erfolgreiche Umsetzung der Wiener Theaterreform. Die Ziele der Reform seien "zu einem guten Teil" erfüllt. Das muss man dem Stadtrat einfach glauben. Mit freiem Auge sind die Ergebnisse der Theaterreform nämlich nicht zu sehen.

Vor ziemlich genau drei Jahren hatte Mailath-Pokorny mit der "Wiener Theaterreform" das ehrgeizige Unterfangen gestartet, das Fördersystem für die gesamte Wiener Off-Theaterszene neu zu strukturieren. Es wurden Gremien gebildet, neue Förderrichtlinien entworfen und neue Spielstätten in Aussicht gestellt. Drei wesentliche Ziele sollten mit der Theaterreform erreicht werden.

Erstens: Schluss mit der Gießkanne. Unter der Devise "Ganz oder gar nicht" sollen weniger Theater und Gruppen gefördert werden - dafür aber ordentlich. Dieses Ziel wurde ansatzweise bereits umgesetzt: Längerfristig werden statt bisher 43 nur noch dreißig Theater oder Gruppen gefördert, einige bekommen jetzt


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