"Schnittblumen sind camp"

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

LITERATUR Der Frühling ist da, und Max Goldt liest wieder in Wien. Ein jahreszeitlich angemessenes Gespräch über Butterblumen und Bügelwäsche, über Blumfeld und Bücher.

Lange vor Erfindung der Popliteratur sorgte Max Goldt, Jahrgang 1958, für Glamour im Literaturbetrieb und volle Hallen bei Lesungen. Seinen Agenten bittet er, ihm nicht mehr als sechzig Auftritte im Jahr zu buchen. Nachgezählt hat er aber noch nie. Nach der fast schon üblichen Doppellesung im Wuk wird Goldt im oberösterreichischen Steyr Station machen, im August im Rahmen der Salzburger Festspiele lesen und ein Monat später gar Feldkirch besuchen. Goldts Klage, "Österreich läuft, Wien vorsichtig ausgenommen, überhaupt nicht" (siehe Interview in Falter 11/04: "Es wird zu viel geduzt"), scheint also revisionsbedürftig. Im Vorjahr erschien Goldts Szene-und Prosasammelband "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens", vor kurzem kam das jüngste Buch von Katz+Goldt ("the duo who does what duos should do"), der


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